Jede Transformation braucht zwei Arten von Menschen: die mit Expertise – und die ohne!

Wenn ich mit Unternehmen arbeite, ist klar: Veränderung gehört in professionelle Hände. Menschen, die wissen, wie man Strategien entwickelt, Prozesse neu denkt und Teams durch Unsicherheit begleitet. Genau das erwarten meine Kunden von mir.
Was dabei aber oft übersehen wird: Für unsere innere Stabilität reicht ein Fachexperte an unserer Seite allein nicht aus.
Wir alle brauchen mindestens eine Person im Hintergrund, die einfach nur für uns da ist.
Jemand, der uns gut kennt, der uns nicht über unsere Rolle oder Position definiert, sondern über das, was wir als Mensch sind.
Diese Person muss nichts von OKR, Transformation, Leadership oder Change-Kommunikation verstehen. Im Gegenteil: Manchmal ist es sogar hilfreich, wenn sie komplett außerhalb unserer Arbeitswelt steht.
Warum ist das so wichtig? Weil…
… wir einen geschützten Raum brauchen, in dem wir nicht funktionieren müssen.
… wir jemanden brauchen, bei dem wir uns auch mal auskotzen dürfen, ohne dass es gleich „unprofessionell“ ist.
… echte Reflexion leichter fällt, wenn uns jemand zuhört, nachfragt und uns sieht – nicht nur unsere Rolle.
Dieser Mensch ist so etwas wie unser inneres Backup-System:
Wenn es stürmt im Job, wenn Entscheidungen schwerfallen, wenn wir an uns zweifeln, hilft es enorm zu wissen: Da ist jemand, der mich auffängt, der nichts von mir will, der nicht beteiligt ist – und der mir ehrlich sagt, was er wahrnimmt.
In meinem Umfeld gibt es solche Menschen und Hunde … Meine Freundin seit Kindertagen ist OP-Schwester, ich habe keine Ahnung von ihrem Job, sie nicht von meinem. Hervorragend zum „Ausheulen“ aber auch um Fragen gestellt zu bekommen, die eine völlig andere Perspektive einbringen. Manchmal hilft es auch, weg vom „Drama“ wieder in ruhigere Bahnen zu kommen, denn ich operiere schließlich nicht am „offenen Herzen“.
Und natürlich sorgt mein Vierbeiner Forrest seit über 10 Jahren dafür, dass ich in Stress Situationen auch mal den Schreibtisch Schreibtisch sein lasse und raus gehe. Als Anti-Stress-Therapie sehr zu empfehlen, nicht umsonst ist er in meinem Team der „Feel Good Manager“.
Deshalb empfehle ich meinen Kunden neben professioneller Begleitung in Transformationsprozessen: Sucht Euch Euren „Best Buddy“ für die Meta-Ebene.
Jemand aus dem privaten Umfeld, der Euch vertraut, Euch spiegelt, Euch erdet – und der Euch notfalls erinnert, warum Ihr diesen Weg überhaupt geht.
Denn stabile Transformation beginnt nicht im Projektplan, sondern in uns selbst.
Und wir müssen sie nicht alleine tragen.



